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Was unterscheidet ein „Europalehramt“ von einem „herkömmlichen“ Lehramt?
von Denise Winter
(26.10.2007) Ich habe in der Zeit vom 03.09. – 28.09.2007 an der Alexander-von-Humboldt-Schule ein Praktikum absolviert. Ich studiere in Karlsruhe an der Pädagogischen Hochschule Europalehramt für Grund- und Hauptschule mit den Fächern Französisch, Geographie und Deutsch. Nun stellt sich vielen die Frage, was das Europalehramt von einem „herkömmlichen“ Lehramt unterscheidet.

Dies will ich hier kurz erläutern:
Der Studiengang Europalehramt vermittelt gegenüber dem Lehramtsstudium zusätzlich ein Europa-Profil. Bisher wird dieser Studiengang nur an den Pädagogischen Hochschulen in Freiburg und Karlsruhe angeboten. Im Rahmen dieses Profils erwerben die Studierenden des Europalehramts durch Lehrveranstaltungen zu den „Europäischen Kulturstudien“ europäisch orientierte Kompetenzen im sozialen und kulturellen Bereich. Durch den Studienbereich „Bilinguales Lehren und Lernen“ werden sie außerdem dazu befähigt, Sachfächer in einer Fremdsprache zu unterrichten.

Dadurch soll bei den Schülerinnen und Schülern ein lebenslanges Interesse an fremden Sprachen geweckt und ein Fundament für die Bereitschaft, Sprachen zu lernen, gelegt werden. Das Europalehramt kann zum einen als Europalehramt an Grund- und Hauptschulen und zum anderen als Europalehramt an Realschulen studiert werden. Für beide Stufenschwerpunkte wird zudem noch zwischen den Zielsprachen Englisch und Französisch gewählt.

Die Regelstudienzeit beträgt einschließlich eines obligatorischen Auslandssemesters und der Prüfung acht Semester. Daher beinhaltet das Studium des Europalehramts die Möglichkeit der Promotion. Der Geltungsbereich des Abschlusses entspricht zurzeit dem des Abschlusses in einem der „herkömmlichen“ Lehrämter mit der zukunftsweisenden Zusatzqualifikation des Bilingualen Lehrens und Lernens.
Rückblickend kann ich sagen, dass ich mein Praktikum jederzeit wieder an der Alexander-von-Humboldt-Schule machen würde. Bedingt durch die Tatsache, dass ich mich meist von der 1. bis zur 6. Stunde in der Schule aufhielt, konnte ich ein sehr umfassendes Bild des Lehrer- und auch Schülerlebens bekommen. Besonders beeindruckt haben mich das gute Klima im Lehrerzimmer und auch das große Engagement verschiedener Lehrkräfte. Alles in allem habe ich in den vier Wochen viel Neues kennen gelernt und von den Vorzügen und Problemen einer Integrierten Gesamtschule erfahren.
Das Praktikum hat sich für mich in jeder Hinsicht gelohnt und ich bin der Vorstellung, später einmal in einer solchen Schule zu arbeiten, ein ganzes Stück näher gekommen.