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Unser Gegenbesuch bei unserer Partnerschule Afeosz in Kecskemet, Ungarn
(26.03.2010) Unsere zehnköpfige Gruppe von Austauschschülern aus den Jahrgängen 9 und 10 traf in Begleitung der Lehrkräfte Herr Pöller und Frau Dolfi-Hiltmann am 6. März am Budapester Flughafen ein, um nach Kecskemet, unserem Zielort, weiterzufahren und um dort einen siebentägigen Gegenbesuch unseres Austauschprojektes zu erstatten. Ein Schwerpunkt dieses Projektes ist es, eintägige oder mehrtägige Betriebserkundungen oder Kurzpraktika in den jeweiligen Partnerländern zu absolvieren.
Froh, dem Schneesturm knapp entkommen zu sein, freuten wir uns, dass wir am Flughafen von einer kleinen Delegation bekannter Kecskemeter Schüler herzlich empfangen wurden. Das sollte die erste freundliche Begrüßung von einer ganzen Serie sein, denn während unseres Aufenthaltes in Kecskemet wurden wir von den Schülern und ihren Eltern, vom Schulleiter, Herrn Tibor, von den Beauftragten der Stadtgemeinde im Rathaus und von etlichen Firmen empfangen. Die Firma Ver-Bau empfing uns sogar mit einem Büffet und kleinen Geschenken und ihr Chef zeigte sich sehr an unserem Projekt interessiert.
Frau Hever und Frau Toth hatten sich ein interessantes Programm ausgedacht, das auch ein zweitägiges Praktikum in verschiedenen Betrieben und Einrichtungen der Stadt und der nahen Umgebung vorsah. Die Lehrer besuchten die Schüler in ihren Betrieben und sprachen mit den Betreuern. Die Auswahl der Praktikumsstellen war bunt gemischt: Neben der kleinen und feinen Pension Fabian gab es das eindrucksvolle Stadttheater oder das Bezirksamtsgericht, sowie eine Grundschule und eine weiterführende Schule, einen Reiterhof, die Firmen Lechler, Hilti und Ver-Bau für den Bau- und Technikbereich und Univer für den Lebensmittelgroßhandel. All die Einrichtungen entsprachen den uns bekannten Standards unserer hiesigen Betriebe, so dass wir uns in der Ferne "zuhause" fühlten.
Aber zweifellos war die Afeosz Handelsschule während der ganzen Woche unser wirkliches Zuhause. Dort traf man sich, um in der Schulmensa zu essen, um in den Unterricht zu gehen, um Sport in der Turnhalle zu treiben, um Filme gemeinsam zu schauen, um Csardas zu tanzen, an den Feierstunden teilzunehmen und schließlich um die Ergebnisse aus dem Praktikum der Schulgemeinde zu präsentieren.
Es gab trotzdem weitere Programmpunkte in Hülle und Fülle: für jeden war etwas dabei: wir besuchten in der Pusta eine Hundeschule und schauten zu, wie man Hunde trainiert, und einen Hof für akrobatisches Reiten, das allerdings wegen Schneefalls in einem Indoor-Spielnachmittag umgewandelt wurde, das allen viel Spaß bereitete.
Im Heimatmuseum von Kecskemet durften wir unsere Talente, wie man am geschicktesten Ostereier bemalt, an den Tag legen. Das erforderte ganzen Körpereinsatz und obwohl wir mit so vielen an einem langen Tisch saßen und Ostereier bemalten, war es zeitweise ganz schön leise im Raum!
Mitgenommen haben wir die ausgezeichnete Gastfreundlichkeit der Gastfamilien, der Betriebe und der Schulgemeinde. Unsere Schüler haben dort Bräuche und Traditionen kennen gelernt, an die sie sich gern erinnern werden, wie z.B. an den offiziellen Empfang zum Internationalen Frauentag am 8. März, als jede Schülerin und Frau an der Schule eine Blume geschenkt bekam, oder an den 12. März, einen Nationalgedenkfeiertag, an dem wir als Ehrengäste teilnehmen durften.
All diese und andere Aktivitäten und Erfahrungen, wie das Arbeiten in kleinen Teams, um die Präsentationen zweisprachig vorzustellen, haben unsere Schülergruppen fast zu einer einzigen Gruppe verschmelzen lassen.