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DEICHMANN-Förderpreis gegen Jugendarbeitslosigkeit
Die Alexander-von-Humboldt-Schule aus Rüsselsheim in Hessen belegt Platz fünf
(06.10.09) Mit dem DEICHMANN-Förderpreis gegen Jugendarbeitslosigkeit hat Europas größter Schuheinzelhändler heute elf Unternehmen, Vereine und Schulen ausgezeichnet, die Jugendlichen mit Benachteiligung eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt bieten. Den fünften Platz in der Kategorie „Schulische Präventivmaßnahmen“ belegte die Alexander-von-Humboldt-Schule aus Rüsselsheim in Hessen. Die Schule bietet ihren Schülern mit dem Projekt „Plachill“ ein konkretes berufsvorbereitendes Angebot, das den Jugendlichen den Einstieg ins Berufsleben erleichtern soll. Schirmherr Sebastian Krumbiegel (43), Leadsänger der Band DIE PRINZEN, und Heinrich Deichmann (46), Initiator des Preises, gratulierten den Preisträgern in Köln heute persönlich zu ihrer Auszeichnung. Der Förderpreis ist mit insgesamt 100.000 Euro dotiert.

Die Alexander-von-Humboldt-Schule aus Rüsselsheim hat beim DEICHMANN-Förderpreis gegen Jugendarbeitslosigkeit in der Kategorie "Schulische Präventivmaßnahmen" den fünften Platz belegt und ein Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro erhalten.
Köln, 06. Oktober 2009. Schulleiterin Renate Pilgeröther und Projektleiterin Mechthild Hopfe nahmen heute einen Scheck in Höhe von 2.500 Euro entgegen. Das Konzept der Alexander-von-Humboldt-Schule hat die Jury überzeugt: Da nur wenige der Schüler eine Vorstellung von ihrer zukünftigen Berufswegplanung haben und Angebote wie Praktika, Praxistage und Berufsmessen selten zur gewünschten Anschlussperspektive führten, entstand im Herbst 2008 die Idee, den eigenen Schulhof nach den Wünschen der Schüler mit deren Unterstützung zu planen und zu bauen. Im April 2009 erfolgte der erste Spatenstich. Schüler der Klassen 8 und 9 arbeiten seither freiwillig in ihrer Freizeit an der Gestaltung ihres „Plachill“ (Platz zum Chillen) mit. Von Beginn an konnten sie dadurch Kontakte zu Betrieben knüpfen, verschiedene Berufsbilder kennen lernen (z.B. im Garten- und Landschaftsbau, Metallberufe, Holzbearbeitung) und durch praktisches Arbeiten in und mit Betrieben ihre Berufsvorstellungen prüfen. Außerdem erwerben die Schüler soziale Kompetenzen wie Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit. Eine Ausbildungsplatzsuche nach dem Schulabschluss wird den beteiligten Schülern durch die Zusammenarbeit mit den Betrieben aus der Umgebung erleichtert. „Ich hoffe, der Förderpreis ist ein Ansporn und findet viele Nachahmer, damit Jugendliche, die im Abseits stehen, eine Chance erhalten“, erklärte Schirmherr Sebastian Krumbiegel.
Den ersten Platz belegten die Kooperative Gesamtschule und die Berufsbildende Schule in Neustadt am Rübenberge aus Niedersachsen. Die Zusammenarbeit zwischen den Schulen soll den Hauptschülern ermöglichen, sowohl einen allgemein bildenden Schulabschluss als auch eine berufliche Grundausbildung zu erlangen. Theoretischen Unterricht erhalten die Jugendlichen an der KGS; praktische Erfahrung sammeln die Schüler an der Berufsbildenden Schule. Dort belegen sie ab der 9. Klasse eines von vier Fachpraxisfeldern (Metall, Holz/Farbe, Nahrung, Körperpflege). Die individuelle Beratung durch Lehrer und Sozialpädagogen sowie regelmäßige Hausbesuche der Klassenlehrer sichern den Erfolg des Konzepts zusätzlich ab. Durch das Projekt ist die Zahl der Jugendlichen, die die Schule ohne Abschluss verlassen, gravierend gesunken. Mittlerweile erhalten 70% der Absolventen nach Schulabschluss einen Ausbildungsplatz.
„Für Jugendliche ohne Schulabschluss, mit Sprachdefiziten oder aus einem schwierigen sozialen Milieu ist der Eintritt in Ausbildung und Beruf oft eine fast unüberwindliche Schwelle. In Zeiten von Stellenabbau und Einstellungsstopps ist es daher umso wichtiger, dass es Initiativen gibt, die diese Jugendlichen auffangen und ihnen mit passenden Angeboten zur Seite stehen“, begründet Heinrich Deichmann das Anliegen des Förderpreises, besonders gute Projekte auszuzeichnen.