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Projektwoche "Ungarn"
(30.07.09) Ich bin Ilona Hevér und arbeite als Lektorin der Fachgruppe Deutsch in der genossenschaftlichen
Fachmittelschule für Handel und Wirtschaft AFEOSZ. Ich lebe seit 1984 in Ungarn, seit 1995 arbeite ich an dieser Schule und habe auch an den Comenius Projekten "Kleine Wege" und "On Colours" aktiv mitgewirkt. Als Folge dieser Projekte hat sich zwischen unseren Schulen eine Schulpartnerschaft angebahnt, die mit einem Besuch der Schulleitung und Lehrern der Humboldt Schule im Herbst vergangenen Jahres begann. Als Vorbereitung des Besuches zwecks Betriebserkundigungen ungarischer Schüler und deutscher Schüler jetzt im September 2009 in Rüsselsheim bot ich das Projekt "Ungarn" an. Inhalte waren: Kennenlernen der ungarischen Sprache, Geografische Lage Ungarns und seine Landschaften, Berühmte Persönlichkeiten in Ungarn, die Trachten Ungarns, die ungarische Küche.
Da Liebe ja bekanntlich durch den Magen geht, kochten wir an den 6 Tgen 6 verschiedene einfache Gerichte, die auf keinem Speisezettel einer ungarischen Hausfrau fehlen dürfen. Angefangen vom Palatschinken, über Nudeln mit Kartoffeln oder Mohn bzw. Nüssen und Bohnensuppe bis hin zur
Gulaschsuppe und Paprikahuhn kochten und aßen die Schüler der 5. Klasse die Gerichte mit wachsender Begeisterung. Am Anfang der Projekttage teilte ich den Küchendienst ein, den sie auch streng einhielten, war dies doch die beliebteste Tätigkeit. Den Tag begannen wir immer mit einem Vortrag einer Gruppe zu einem von ihnen ausgesuchten Thema und endete mit dem gemeinsamen Essen der zubereiteten Speisen. Parallel zum Kochen bastelten wir Rezeptheftchen (die dann später verkauft wurden), Stoff-Papier-Trachtenpuppen, Ketten aus Lederbändern und Lederbeutel. Besonders großen Anklang fanden die Stickereien. Hier zeigten einige Schüler sehr große Ausdauer, nahmen ihre Arbeiten sogar mit nach Hause.
Auf der Präsentation am Donnerstag stellten wir in einer Bildershow und mit Plakaten unsere Arbeiten vor. Kokuskugeln und Milchkuchen boten wir zum Verkauf an. Der Erlös wurde abschließend in Eiskugeln umgesetzt. Insgesamt lässt sich sagen, dass ich wertvolle Erfahrungen für unsere Schulpartnerschaft sammeln konnte. Was aber noch wichtiger ist: ich bekam einen guten Kontakt zu den sehr hilfsbereiten Kollegen der Humboldtschule.
Aber das Alles wäre nicht möglich gewesen, hätte ich nicht die volle Unterstütztung der Schulleitung, insbesondere von Frau Direktorin Renate Pilgenroether gehabt. Ganz besonders möchte ich hier auch Frau Sylvia Wolter und Frau Dorit Walter hervorheben. Ohne die Absolventin der 10. Klasse Hanna Muecksch hätte ich allerdings nicht arbeiten können. Durch ihre Präsens vor Ort hat sie die Woche perfekt vorbereitet, hat Absprachen getroffen und mich tatkräftig durch die Projektwoche geleitet.