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Auf den Spuren von Sherlock Holmes an der Humboldtschule
Am 27.11. ist die Rüsselsheimer Kriminalpolizei ab 9.45 Uhr zu Gast an der Alexander-von-Humboldt-Schule. Im Rahmen des neu eingerichteten Faches „Naturwissenschaft“ begeben sich die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen an diesem Tag auf die Spuren von Sherlock Holmes. Die Spurensicherung der Kripo wird erklären, wie die Profis Spuren am Tatort sichern. Dabei werden nicht nur Fingerabdrücke genommen, sondern auch aufgebrochene Schlösser begutachtet und nicht zuletzt Fußabdrücke sichergestellt. Die Kriminalisten werden erklären, wie man Falschgeld erkennt und welche Untersuchungen weitere wichtige Hinweise auf Täter geben können. Die Schülerinnen und Schüler bekommen an diesem Tag einen Eindruck vom naturwissenschaftlichen Arbeiten der Polizei. Wie die kleinen Forscher im Nawi- Unterricht, so müssen auch die „Großen“ Ergebnisse sammeln und auswerten, sich Experimente ausdenken und deuten.

Hintergrund:
Das Fach „Naturwissenschaft“ wurde zu diesem Schuljahr in den fünften Klassen neu eingeführt und soll den Jahrgängen fünf und sechs praxisorientiert einen Einblick in die Fächer Biologie, Chemie und Physik geben. Die Alexander- von- Humboldt- Schule bietet damit als erste und bisher einzige Schule in Rüsselsheim ihren Schülern diese vom Kultusministerium neu geschaffene Möglichkeit eines fächerübergreifenden naturwissenschaftlichen Lernens. Sie geht angesichts der Kritik von Wirtschaft und Hochschulen an den Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schüler in diesem Bereich einen weiteren Schritt in Richtung eines naturwissenschaftlichen Schwerpunktes.

Der Wissensstand des Faches „Sachkunde“ aus der Grundschule wird von „Nawi“ bewusst aufgegriffen und den Schülerinnen und Schülern so der Übergang zu den drei Einzelfächern in den höheren Jahrgangsstufen vereinfacht. Dabei orientiert sich der Unterricht an Naturphänomenen und vermittelt durch den fächerübergreifenden Ansatz echtes naturwissenschaftliches Verständnis. Am Beispiel der Einheit „Vom Kleinen zum Großen“ wird dies klar, denn das Mikroskopieren von Zellen lief früher im Rahmen der Biologie, während die Funktionsweise eines Mikroskops im nächsten Jahr von der Physik behandelt wurde. Jetzt werden beide Themen in „Naturwissenschaft“ vom gleichen Lehrer vernetzt vermittelt.

Dazu hat sich unter der Leitung von Martin Einsiedel ein motiviertes Team von Lehrerinnen und Lehrern aller drei Fachbereiche gebildet, das sich wöchentlich trifft und gemeinsam den Unterricht vorbereitet. Besonderer Schwerpunkt ist das von den Schülern teilweise selbstgeplante Experimentieren. Auf diese Weise lernen sie genau die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die später in vielen Berufen gefragt sind. Die Neugier auf naturwissenschaftliche Zusammenhänge, die gerade in früher Jugend noch besonders ausgeprägt ist, wird durch das interessierte Fragen- Stellen, das Beobachten und Interpretieren von Naturphänomenen aus dem alltäglichen Erfahrungsbereich der Kinder gefördert. Die beteiligten Lehrkräfte haben sich bei der mehrjährigen Teilnahme an einem bundesweiten Modellversuch zur Verbesserung des naturwissenschaftlichen Unterrichtes ein großes Spektrum an neuesten Unterrichtsmethoden angeeignet, das nun einen interessanten und abwechslungsreichen Unterricht ermöglicht, der Talente fördert und niemanden zurücklässt.

In den höheren Jahrgängen werden Physik, Chemie und Biologie von den Fachlehrern einzeln unterrichtet und damit die Fähigkeiten spezialisiert. Durch eine Verkursung in zwei Leistungsebenen ab der Klasse neun können die Schülerinnen und Schüler weiter ihren Neigungen entsprechend gefördert werden.