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Eine Woche „konukseverlik“
(19.05.2008) Wer glaubt in der Überschrift sei mir ein Tippfehler unterlaufen, der irrt. „Konukseverlik“ bedeutete nämlich Gastfreundschaft auf Türkisch, und genau diese stand im Mittelpunkt unseres neuntägigen Schüleraustausches nach Bodrum.

Dass dies der Fall sein sollte, war schon nach der siebenstündigen Anreise bemerkbar, als uns unsere Gastfamilien herzlich in die Arme schlossen. Am ersten Tag gingen wir in die Schule und lernten dort das Schulsystem kennen. In den nächsten 2 Tagen lernten wir vor allem die Umgebung und die doch sehr fremde Kultur kennen. Dabei war ein besonders schönes Ereignis eine original türkische Hochzeit, die wir während einer Übernachtung in einem von Schülern geführten Hotel miterlebten. Nach dieser ausgelassenen Feier gaben wir den festen Boden unter unseren Füßen auf und fuhren mit dem schuleigenem Segelschiff hinaus auf das offene Meer.

Jedoch ließen wir auch das Land nicht unentdeckt. Da reines Entspannen und Sonnenbräunen auf Dauer langweilig sind, besichtigen wir während unseres Aufenthaltes das Bodrumer Kastell und das weltbekannte Mausoleum, eines der sieben Weltwunder der Antike.

Auch das Landesinnere, genauer gesagt die Region Mugla war ein Bestandteil unserer Reise, durch den wir das traditionelle Leben der Bewohner, die hauptsächlich von der Landwirtschaft leben, kennen lernten. Industriestadt gegen Touristenstadt lautet das Thema des Projektes. Darum mussten wir auch einen Tag arbeiten gehen, die Jungs im Hafen, die Mädchen in Reiseagentouren.

So herzlich wie die Woche begonnen hatte, endete sie im Büro des Bürgermeisters von dem wir wie Staatsgäste empfangen und reichlich mit Souvenirs aus Bodrum beschenkt wurden.

So stiegen wir glücklich und trotz des vielen Feierns erholt in das Flugzeug nach Frankfurt, natürlich nicht ohne vorher auf dem wöchentlichem türkischem Basar Geschenke für die Daheimgebliebenen gekauft zu haben.
Wir freuen uns auf den Besuch unserer türkischen Freunde im Frühjahr 2009, bei dem wir ihnen als Dankeschön unsere Kultur und Lebensweise ein wenig näher bringen möchten.