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"Ali Baba und die 40 Räuber"
Interkultureller Märchen-Wettbewerb an Alexander-von-Humboldt-Schule
Vom 25.04.2008 | Von Dieter Ackermann-Girschik
Eigentlich hätte die Jury des Interkulturellen Märchenwettbewerbs der Klassenstufe fünf an der Humboldt-Schule am liebsten alle 17 bei ihr eingereichten Märchen prämiert, verriet der Rüsselsheimer Ausländerbeiratsvorsitzende Adnan Dayankac vor der Preisverleihung.
So gut hätten ihm und den anderen drei Jurorinnen - der Integrationsbeauftragten Hangama Kawa, Nicole Donges und der Schulleiterin der Humboldtschule, Renate Pilgenröther, all die Märchen gefallen, die sich die Schüler von ihren Eltern, Großeltern oder anderen Verwandten und Freunden erzählen ließen und dann für den Wettbewerb aufschrieben und einschickten.
Aber man habe sich nun einmal vorgenommen, pro Klasse die jeweils drei besten Märchen zu würdigen. Und so kam es, dass etwa das polnische Märchen "Der Drache von Krakau", die italienische Mär "Der Wolf und der Fuchs", das deutsche Märchen "Schneewittchen und die sieben Zwerge" und zum Beispiel das türkische Märchen vom Milchgeld zu den jeweils besten drei einer der drei beteiligten Klassen gezählt wurden.
Jeweils eines aus der Spitzengruppe der Klassen 5.2, 5.3 und 5.4 wurde dem Ausländerbeirat am Mittwoch auch zum Besten gegeben: Sonja Said las ihm das Märchen "Das schöne Mädchen und der Riese" vor, Kristina Kirupanantham zusammen mit Asmaa Bokharta das von den drei Reiskörnern und Amine El Habsaoul, Humboldt-Schüler mit marokkanischen Wurzeln, die Legende von "Ali Baba und den 40 Räubern". Von den insgesamt 200 Euro Preisgeld, die die Gewobau für den Wettbewerb gestiftete hatte, gingen als Auszeichnung je 60 Euro an die Klassenkassen der drei beteiligten Klassen. Mit einem Büchergutschein im Wert der übrigen 20 Euro wurde Layla Charroud extra für das Märchen mit der bemerkenswertesten Moral ausgezeichnet, das von einer Schülerin mit marokkanischen Wurzeln auch im Ausländerbeirat vorgelesen wurde. Darin bringt ein alter Mann seinem Sohne bei, alleine der Stimme seines Herzens und der Kraft seines Verstandes zu vertrauen und die anderen einfach reden zu lassen.
Einen ähnlichen Wettbewerb wie an der Humboldtschule soll es laut Dayankac diesen Sommer auch an der Büchnerschule im Dicken Busch geben. Und die Märchen, die die Schüler erzählt bekommen, sollen auch nicht verloren gehen: Geplant sei, sie gemeinsam als Buch zu veröffentlichen.